Walpersberg - REIMAHG

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Objekt 1326

Der Walpersberg (in einer Schrift von 1466 auch Walpurgisberg genannt) prägte das Leben der umliegenden Gemeinden. Manches spricht dafür, dass er als germanische Kultstätte genutzt wurde. Später führte eine Handelsstraße über den Berg, die sogenannte „Gothaische Straße" (auch als „Grüne Straße" bezeichnet). Spätestens ab 1884 wurde der Walpersberg zum untertägigen Sandabbau genutzt. Der Sand war sehr schwerspathaltig. Es etablierten sich drei verschiedene Abbaussysteme, die „Melzersche Sandgrube" des Großeutersdorfer Mühlenbesitzers Ernst Meltzer und die zwei Gruben der Kahlaer Porzellanwerke A.G. Insgesamt wurden 20 km Stollensystem geschaffen.

1944 begannen die Bauarbeiten eines Bauprojektes der nationalsozialistischen Führung, genannt REIMAHG. Es sollte eine bombengeschützte Untertagefabrik für die Produktion der Me 262 erbaut werden. Das Stollensystem wurde auf 30 km erweitert. Dafür wurden rund 12.000 Fremd- und Zwangsarbeiter sowie verpflichtete deutsche Arbeiter eingesetzt.

In den 1960er Jahren diente der sogenannte „Küchenstollen" einige Jahre als Gemüselager der LPG Walpersberg. Außerdem befand sich in einem Stollenteil des Walpersberges das Bohrkernarchiv der Geologischen Erkundung West (Halle/Saale).

Ab 1972 liefen die Ausbauarbeiten für das Komplexlager 22. Es sollten Munition, Waffen und Zubehör für den Ernstfall eingelagert werden. Die Arbeiten liefen bis 1990. Die Bundeswehr nutzte das Objekt bis 1996. Zu hohe Betriebskosten zwangen die Bundeswehr dazu, das Depot aufzugegeben. Der Stollen wurde verschlossen, so dass ein Begehen unmöglich wurde.

Jährlich finden Gedenkfeiern der umliegenden Gemeinden an einem Wochenende um den 8. Mai statt. Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass ehemalige Zwangsarbeiter der REIMAHG aus dem Ausland diese Zeremonien besuchen. (Quelle: Wikipedia)

Weitere Informationen auf walpersberg.com

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